COUNTERSTRIKE wird in Emsdetten zur Realität

Es war Montag, der 20.11.06, als ein mit Messern, Gewehren und Bomben bewaffneter Mann sich der Geschwister Scholl Schule in Emsdetten/ Nordrhein- Westfalen näherte. Ein Schüler benachrichtigte die Polizei, da der Mann einen verstörten Eindruck machte. Doch die Polizei kam zu spät um zu verhindern, was danach geschah.

Vor der Schule kam es zu einer Auseinandersetzung mit einer Lehrerin, der der Täter daraufhin mit einer Gaspistole ins Gesicht schoss. Als der Hausmeister ihr zur Hilfe eilte, schoss der ehemalige Schüler ihm in den Bauch. Gegen 9:30 Uhr drang er in die Schule ein, wo er vier Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren verletzte. Als die Polizei kam, zündete er Rauchgasbomben, sodass die Polizei aufgrund der schlechten Sicht nicht in das Gebäude eindringen konnte. Zum Zeitpunkt der Stürmung der Schule durch das SEK (Spezial Einsatz Kommando), hatte der 18- jährige schon Selbstmord begangen. Die Leiche konnte erst nach drei Stunden geborgen werden, da sich am Gürtel drei noch nicht entschärfte Rohrbomben befanden.  Die genaue Todesursache ist derzeit noch unklar, die Leiche wird aber obduziert.

Insgesamt wurden 37 Menschen verletzt, die meisten von ihnen erlitten Rauchvergiftungen oder einen Schock. Auch die Eltern des Täters sind wegen eines schweren Schocks  in ärztlicher Behandlung. Die Schüler und Lehrer der Schule in Emsdetten befinden sich unter psychologischer Aufsicht. Die Schule wurde bis auf weiteres geschlossen, den Schülern steht aber frei, am Unterricht anderer Schulen teilzunehmen.

Am 5.12.2006 gerieten Schüler, Eltern, Schulleiter und Einsatzkräfte erneut in Alarmbereitschaft, weil in Offenburg/ Baden- Württemberg per Internet ein Schulmassaker angekündigt worden war. Ein unbekannter Mitspieler hatte laut Polizei in einem Internet- Killerspiel für den Nikolaustag gedroht, an seiner Schule ein Blutbad anzurichten.

Die Justizministerin Frau Cypries setzte daraufhin die Diskussion um das Verbot von Killerspielen, wie „Counterstrike“, in Gang.

 

Mieke Stahmann 10b