Das Projekt „Schülerpartnerschaft“

an der Realschule Bassum


Das Projekt „Schülerpartnerschaft“ an der RS Bassum besteht mit Unterbrechungen seit 8 Jahren.

Das Projekt beinhaltet, dass sich Schüler der 9. Klassen zwei Jahre lang um die Schüler der Eingangsklasse der Realschule kümmern. Zu Beginn des Projekts standen die 9. den 7. Klassen, seit der Unterbrechung durch die Auflösung der Orientierungsstufe stehen die 9. den 5. Klassen mit Rat und Tat zur Seite.

Sinn des Projekts soll sein, den sozialen Zusammenhalt zwischen den Schülern zu verbessern, den jüngeren Schüler Hilfen und Halt in ihrer neuen Schule zu geben und die älteren Schüler beim Erwerb sozialer Kompetenzen zu unterstützen. Auch eine Entlastung von Eltern und Lehrern kann ein sinnvoller Nebeneffekt dieses Projekts sein.

Das Projekt wird vom Beratungslehrer der Realschule Bassum begleitet und von den jeweiligen Klassenlehrern mit ihren Schülern durchgeführt.

 

Zeitlicher Ablauf des Projekts:

  • Der Beratungslehrer spricht die betroffenen Klassenlehrer an und erkundet die Bereitschaft zu dem Projekt.
  • In den zur Verfügung stehenden 5. Klassen wird das Projekt durch den Klassenlehrer oder den Beratungslehrer angekündigt.
  • Die Klassenlehrer der beteiligten 9. Klassen bilden ihre Schüler aus, ersatzweise können dies auch andere in der Klasse unterrichtende Lehrer (Rel.; Sozi.; Deutsch, etc.) oder der Beratungslehrer tun.
    →  siehe Ausbildung!
  • Nach der erfolgten Ausbildung treffen sich die Schüler der zugeordneten 5. und 9. Klassen und die Partnerschüler werden einander zugeordnet. Dabei sollten Familienverknüpfungen vermieden werden, möglichst gleichgeschlechtlich und nach Ortsteilen zugeordnet werden.
  • Die Partnerschüler treffen sich zunächst einmal wöchentlich zu einem festen Zeitpunkt an einem festen Ort.
  • Die Klassenlehrer und der Beratungslehrer stehen den Schülern hilfreich zur Verfügung.
  • Das Projekt läuft über zwei Jahre, schläft aber meistens nach ca. 1 Jahr langsam ein.

 

Ausbildung:

Es wird eine ca. 4stündige Ausbildung vorgeschlagen.

1. Std.:                       
Die Schüler erstellen an der Tafel eine Liste mit Problemen und Konflikten, die sie selbst als jüngere Schüler gehabt haben.
In der Gesprächsrunde werden diejenigen Probleme angesprochen, die nicht von Schülern erledigt, sondern den Lehrern gemeldet und von Lehrern geregelt werden müssen.
Für die restlichen Probleme werden Gruppen eingeteilt, die die Probleme in Szene setzen sollen.

2. Std.:                       
Die Schüler proben die kleinen Theaterszenen ein.

3. + 4.  Std.:   
Die Szenen werden vorgespielt, Lösungen erörtert und evtl. gespielt.

Die Schüler werden am Ende noch einmal darauf hingewiesen, brisante Probleme auf jeden Fall dem Klassenlehrer, dem Beratungslehrer oder dem Schulleiter zu melden.

 
Dieter Fleger,
Beratungslehrer an der RS Bassum