Schwangerschaftsabbruch

Bei einem Schwangerschaftsabbruch gibt es bestimmte Regelungen einzuhalten.

Da es zum einen gesetzliche Regelungen gibt und zum anderen vom Arzt durchgeführte Vorbehandlungen zum Schwangerschaftsabbruch gibt, solltet ihr Folgendes lesen:

Gesetzliche Gründe, die für einen Schwangerschaftsabbruchstehen, lauten folgendermaßen:

-         Wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb von 12 Wochen durchgeführt wird.

-         Wenn die Frau an einem Beratungsgespräch teilgenommen hat, so dass sie sich wirklich sich im Klaren
          über ihren Entschluss ist.

-         Wenn der Schwangerschaftsabbruch wegen einer Vergewaltigung durchgeführt werden muss, welches
           jedoch auch nur innerhalb dieser oben genannten 12 Wochen geschehen darf.

-         Wenn der Eingriff medizinisch notwendig ist, d.h. wenn eine Gefahr für die Mutter durch die
          Schwangerschaft besteht.

-         Wenn durch psychische Gründe einer Frau die Schwangerschaft nicht zumutbar ist.

-         Wenn gesundheitliche Schäden des ungeborenen Kindes festgestellt wurden.

Man kann einen Schwangerschaftsabbruch auch nur durchführen lassen, wenn man ein ärztliches Attest vorlegt und an einem Beratungsgespräch teilgenommen hat.

Risiken und Nebenwirkungen

Es ist wichtig den Schwangerschaftsabbruch von einem erfahrenen Arzt durchführen zu lassen.

Risiken und Nebenwirkungen eines solchen Eingriffes bestehen natürlich auch

Obwohl dies ein Routine Operation ist.

Risiken:

-         Gefahr einer Eileiterentzündung oder von anderen Infektionen.

-         Bei einer fortgeschrittenen Schwangerschaft können Blutungen in der Gebärmutter auftreten.

-         Da der Müttermund gedehnt werden muss, kann das bei einer weiteren Schwangerschaft zu einer
          Fehlgeburt führen.

-         Es kann vorkommen, dass das Gewebe der Gebärmutter verletzt wird und  das kann dazu führen, dass die
          Gebärmutter entnommen werden muss.

-         Durch einen Schwangerschaftsabbruch können Störungen im Mutterleib auftreten. Dies kann dazu führen,
          dass eine *Eileiterschwangerschaft auftreten kann

*Eileiterschwangerschaft: Das befruchtete Ei wächst im Eileiter zu einem Embryonen heran,      

                                           bis der Eileiter platzt. Die werdende Mutter muss Not operiert

                                           werden.

** Bauchhöhlenschwangerschaft: Die Schwangerschaft findet außerhalb der Gebermutter

                                                       statt, d.h. man kann trotzdem weiterhin seine Periode  

                                                       bekommen ist aber schwanger. Die Schwangerschaft ist

                                                       natürlich gefährlich und kann nicht ausgetragen werden.

 Nebenwirkungen 

Nach der Schwangerschaft können psychische Nebenwirkungen auftreten, welche sowohl

die Frau als auch die Partnerschaft sehr belasten und auf die Probe stellen.

Durch einen Schwangerschaftsabbruch treten bei vielen Frauen psychische Probleme auf, da sie an ihrer Entscheidung zweifeln und sich selber Vorwürfe machen.

Außerdem treten häufig Trauer und Schuldgefühle auf. Diese Probleme können sie jahrelang 

verfolgen. Auch für die Partnerschaft ist ein Abbruch eine Probe, da die Frau sich eher zurückzieht um zu versuchen mit ihren Problemen selbst klar zu kommen. Jedoch ist ein Schwangerschaftsabbruch auch manchmal nicht von der Frau selbst gewollt und wird dann lediglich zuliebe des Partners zugelassen. Auch ein späteres Kind für diese Frau oftmals  eine starke Belastung.

Deswegen sollte man sich nicht “aus heiterem Himmel“ dafür entscheiden sondern mit vertrauten Personen darüber sprechen.

Vor dem Schwangerschaftsabbruch  muss ein Beratungsgespräch durchgeführt werden.

Verschiedene Methoden

Es gibt fünf verschiedene Methoden des Schwangerschaftsabbruchs

Die Pille danach

Bei der Pille danach wird kein operativer Eingriffdurchgeführt, jedoch ist dieses

auch nur innerhalb von 3 Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr

einzunehmen. Hier wird mit der Pille, die einen sehr hohen Hormongehalt hat, die

Einnistung der vermutlich befruchteten Eizelle verhindert.

Absaugung

Durch ein dünnes Rohr wird das Gewebe abgesaugt. Zusätzlich wird mit einem Schaber die verbliebenen Gewebereste ausgekratzt. Anschließend wird eine Spritze verabreicht, damit die Gebermutter sich zusammenzieht. Diese Anwendung ist um so sinnvoller je früher sie durchführt wird, da sich die körperlichen Auswirkungen bei zunehmender Schwangerschaft vergrößern.

Auskratzen

Das Schwangerschaftsgewebe und die Schleimhaut wir mit einem Cruette (Schaber) von der Gebärmutterwand abgelöst.

Mifegyne

Das ist ein Medikament, das bis zur siebten Woche angewendet werden darf. Durch diese Tablette stirbt der Embryo ab und wird von dem Körper der Mutter ausgestoßen.

Einleiten einer normalen Geburt

Der Frau wird ein Wehen auslösendes Hormon verabreicht. Diese Methode kann mehrere Tage dauern, da dieser Vorgang wie eine Geburt verläuft. Meistens wird zusätzlich ein Schmerzmittel verabreicht, da die Schmerzen oft größer als bei einer „normalen“ Geburt sind.

 

Lydia Dick (10c)