Migranten als Opfer häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt gibt es in jeder gesellschaftlichen Schicht. Meistens sind jedoch Frauen die Opfer. Jedoch wurde durch eine Studie des BMFSFJ festgestellt, dass es unter MigrantInnen mehr häusliche Gewalt gibt.

So gaben 2004 25% der Frauen aus Deutschland an, Opfer von psychischer, physischer oder sexueller Gewalt zu sein. Bei den Migrantinnen aus den osteuropäischen Ländern waren es 28% und bei den türkischen Frauen 38%. Die Anzahl, der Frauen, die Opfer von massiver Gewalt und Gewalt durch Waffen bis hin zur Morddrohung sind, ist bei den Migranten fast doppelt so hoch.

Auch  bei Flüchtlingsfrauen gibt es ein hohes Maß an Gewalt, wobei hier zu beachten ist, dass die Stichproben wenig umfangreich sind.

Hilfe gegen Gewalt zu finden gestaltet sich für ausländische Frauen oftmals als sehr schwierig, da sie durch ihre Kultur und die Rechtslage in Deutschland nicht selten stark eingeschränkt sind. In vielen Kulturen ist es ein absolutes Tabu sich von seinem Mann scheiden zu lassen. Sich rechtlichen Beistand zu holen, trauen sie sich oftmals nicht, da sie in ihrer Heimat schlechte Erfahrungen mit der Polizei und dem Gericht gemacht haben und demnach auch kein Vertrauen entwickeln können. Auch sprachliche Defizite und gesellschaftliche Isolierung können Gründe dafür sein, dass sie sich keine Hilfe holen.

Info
Was sind Migranten?
Migranten sind Menschen, die aus politischen, religiösen oder finanziellen Gründen ihre Heimat verlassen mussten.

Mieke Stahmann 10b