Gegen Gewalt in Paarbeziehungen

Am 28.02.2007 sind wir, die Schülerinnen des Deutsch-Informatikkurses, mit dem Bus von Bassum aus zur Ausstellung des Gymnasiums Sulingen „Gegen Gewalt in Paarbeziehungen“ gefahren.  Die Wanderausstellung wurde vom Frauenhaus und der Polizei Diepholz betreut, das Konzept wurde vom Landeskriminalamtes Niedersachsen erstellt.

   
   
   

Wir wurden an dem Vormittag durch vier verschiedene Stationen geführt. An der ersten Station haben wir vier Kurzfilme zu sehen bekommen. In den Kurzfilmen waren Kinder dargestellt, die durch körperliche und psychische Gewalt von ihren Eltern brutal behandelt wurden und persönlich unwürdig behandelt wurden. An der ersten Station waren außerdem noch Infostellwände errichtet worden, worauf deutlich gemacht wurde, wie sich durch körperliche, psychische, finanzielle und sexuelle Gewalt die Gewaltspirale immer stärker entwickelt. Nachdem der Polizist Klaus Fritzensmeier uns alles genau erklärt hatte, gingen wir zur zweiten Station. Dort sahen wir sechs große Plakate, die zum Nachdenken über das Thema anregen sollten. Bei der Beschäftigung mit dem Inhalt und der Aussage jeden Bildes wurden erschreckende Tatsachen sichtbar. Man konnte etwas sehen, was man ohne genaueres Betrachten nicht hätte sehen können. Nachdem Angelika Kromer, Diplompädagogin vom Frauenhaus Diepholz, uns ein paar Geschichten zu diesen Bildern erzählte und Hörbeispiele brachte, gingen wir zur dritten Station. An der dritten Station sahen wir einen 6:50 minütigen Film. Es ging um eine Familie: Vater, Mutter und zwei Söhne. Der Vater ist ständig besoffen und schlägt seine Frau und die Kinder. Irgendwann spielen die Kinder und die Mutter den Vater so aus, dass sie ihre Sachen packen und aus dem Haus fliehen können. Sie fahren mit dem Zug weit weg und hoffen, dass der Vater sie nicht finden wird. Nach dem Film hat der Kripobeamte für Präventionsfragen Klaus Fritzensmeier uns noch etwas über das Gewaltschutzgesetz erzählt. Dann ging es zur vierten und letzten Station. Dort hat uns Angelika Kromer etwas über 'being in love' erzählt. Dabei ging es darum, welche Folgen sich bei den Menschen bei ständig anwesender psychischer und körperlicher Gewalt langfristig ergeben. Uns wurde eine 'Nummer gegen Kummer' gegeben, wo wir anrufen können, wenn wir Probleme haben. Zum Schluss haben wir gemeinsam unter www.kids-hotline.de unseren Traummann erstellt. Wir haben dann noch darüber gesprochen, ob es wirklich so einen Traummann gibt und wie man sich davor schützen kann, an einen gewaltbereiten Mann zu geraten.


Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Diepholz
Hilfe bei häuslicher Gewalt

In akuten Notsituation:

Polizei – Notruf  110      
Polizeiinspektion Diepholz                                  (05441) 971-0      
Polizeikommissariat Sulingen                           (04271) 949-0      
Polizeikommissariat Syke                                  (04242) 969-0      
Polizeikommissariat Weyhe  (0421) 8066-0      
                                          
Frauen- u. Kinderschutzhaus                           (05441) 1373      
Beratungs- und Interventionsstelle (BISS)                                                                        (05441) 59 16 94      
Beratungsstelle für Frauen            (04242) 6 66 00      
          
WEIßER RING        (04248) 8 38      
Opferhilfebüro (04231) 185 30      
         
Nummer gegen Kummer        
Kostenfrei (tägl. Von 15 – 19 Uhr) 0800-111 03 33

 

Lena Tasto, 10b