Gewalt

Viele Menschen denken, dass Gewalt nur in körperlicher Aggressivität auftaucht. Dabei vergessen sie jedoch, dass es auch Gewalt bedeuten kann, wenn jemand ständig von drohenden Telefonanrufen  terrorisiert wird oder von einer anderen Person angefasst wird. Gewalt kann man in vier Bereiche aufteilen: körperliche Gewalt, psychische Gewalt, finanzielle Gewalt und sexuelle Gewalt. 

Körperliche Gewalt:

Unter körperlicher Gewalt, auch physische Gewalt genannt, versteht man, dass es in einer Beziehung für einen Partner zu körperlichen Schmerzen kommen kann. Beispiele dafür sind:

  • Schlaf entziehen
  • mit Gegenständen werfen
  • Zigarette auf dem Körper ausdrücken
  • Ohrfeigen erteilen, schütteln, stoßen, fesseln, beißen, schlagen, würgen, töten

Psychische Gewalt:

Unter psychischer Gewalt versteht man die verbale Entwürdigung eines Menschen. Das kann sein:

  • Bedrohen, die Partnerin vor anderen Personen lächerlich machen, demütigen,
  • beschimpfen, beleidigen, erniedrigen
  • Stalking
  • Kinder und Tiere misshandeln um die Partnerin einzuschüchtern und Macht sowie Kontrolle auf sie auszuüben
  • Kontaktverbote werden ausgesprochen

Sexuelle Gewalt:

Unter sexueller Gewalt versteht man alle sexuellen Handlungen, die unter Gewalt oder Drohung einer Person aufgezwungen werden. Darunter versteht man:

  • den Zwang Pornos anzuschauen
  • den Zwang zu ungewollten Sexualpraktiken
  • sexuell genötigt werden
  • vergewaltigen
  • den Zwang zur Prostitution

Finanzielle Gewalt:

Darunter versteht man, dass ein Partner in einer Beziehung den anderen finanziell von sich abhängig. Das wirkt sich z.B. folgendermaßen aus:

  • den Verdienst beschlagnahmen
  • zu wenig Haushaltsgeld ausgeben
  • die Frau nicht arbeiten lassen oder sie keinen Beruf erlernen lassen
  • Mithaftung an finanziellen Schulden

Die vier Formen von Gewalt sind meistens miteinander verknüpft.

Lydia Dick und Marie Luise Alfken (10c)