Mein Tag bei Tchibo

 

Ich habe von 7:30Uhr bis 17:00 gearbeitet. Vor der ersten Warenprüfung hat mir Stefan folgendes zu den Qualitätsprüfungen erklärt. Ca. 80% der TCM Ware kommt aus Überseeimporten und ca. 20% kommen aus Deutschland bzw. Europa. Die Ware kommt bei Überseeimporten in Containern in Bremen an. In Bremen ist Europas größtes Hochregallager von Tchibo gemietet. Das Hochregal besteht aus 3 Blöcken in den jeweils 64.000 Palettenstellplätze zur Verfügung stehen. Aus Brandschutzgründen, hat man diese getrennt voneinander angelegt und nicht einfach ein großes gebaut.

Die Umkartons (Transportkartons) sind fortlaufend nummeriert und werden automatisch palettiert. Die fertigen Paletten werden automatisch im Hochregal eingelagert. Die Tchibo Qualitätssicherung entnimmt Stichproben um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Ein Beispiel: bei einer Bestellmenge von 120.000 Edelstahl-Thermoskannen wird eine Stichprobe von 125 Stück entnommen. Das ein angemessener Abstand der Kartonnummern für die Stichprobe zur Verfügung steht, darauf wird peinlichst genau geachtet. Nur so sieht man Ware aus unterschiedlichen Produktionstagen. In diesen Fall waren 14 Kannen in einem Umkarton wovon wir 4 Stück entnommen haben. Es gibt eine Vorgabe wie viele Fehler in den 125 Kannen enthalten sein dürfen. Wird diese Fehleranzahl überschritten muss die gesamte Ware übersortiert werden. Die Übersortierung übernimmt ein Dienstleister. Dann wird erneut geprüft und wenn die Ware in Ordnung ist, kommt sie in den Laden.

Danach erhielt ich eine Führung durch den ganzen Betrieb. 

Informationen aus meiner Führung: In der Wareneingangs- und Ausgangshalle werden Kartons palettiert und mit Folie umwickelt. Dieser Vorgang wird anhand einer  Maschine ausgeführt. Andere Maschinen (die sogenannte Fördertechnik) transportieren die Paletten ins Hochregal. Bevor sie dort eingelagert werden, werden sie überprüft. Hierfür werden für die Qualitätssicherung automatisch Kartons entnommen, aus denen Stichproben-Paletten entstehen. Dann gibt es noch Maschinen, die die Paletten in den Ausgangsbereich befördern. Dort stehen Bänder auf denen sie abgestellt werden. Von da aus werden die Paletten von einem Gabelstapler in den Container geladen. 

Dann gibt es noch einen weiteren Bereich. In diesem werden auch die Waren  ausgeladen und eingelagert. Bevor die Ware ins Hochregallager eingelagert wird, kontrolliert man den Stand der Kartons. Die Kartons dürfen nicht überstehen, ansonsten nimmt die Fördertechnik die Palette nicht mit ins Hochregal hinein.  Die Ware wird vor dem Einlagern gescannt, um zu wissen welche Ware und welche Stückzahl sich im Lager befindet. Dann werden sie mit einer Palettentransportmaschine zum großen Kran befördert um sie dann im Hochregal einzulagern.

 Der Versand-Bereich 

In einer weiteren Halle  werden die Produkte nach Hartware, Weichware und Rennerware sortiert. Einen Platz weiter werden die Produkte eingescannt und man kann dann auf dem Computer eine Nummer sehen. Diese Nummer steht auch an einem Retouren-Karton und in diesen werden sie dann verpackt. Die Produkte werden dann noch mal in Kartons sortiert z.B. Uhren zu Uhren. Die vollen Kartons werden dann auf einem Förderband nach oben transportiert und mit einem Deckel versehen und verklebt. Dies geschieht anhand einer Maschine. Auf Schiebewagen (Pickmobile) stehen Waagen worauf die Kartons gewogen werden, um zu sehen ob genügend Produkte in dem Karton sind. Die Waagen wissen genau wie schwer so ein Produkt sein muss. Wenn alles in Ordnung ist werden sie in einen anderen Ausgangsbereich befördert, wo die Ware nach Lieferort sortiert wird. Die sortierte Ware wird dann anhand eines Gabelstaplers in Container eingeladen.

Nach Beendigung meiner Betriebserkundung, ging ich in die Prüfräume, wo ich eine Produktprüfung selbst vornahm. Dort haben wir die am Anfang genannten Edelstahl-Thermoskannen geprüft und abgelehnt. 

Und dies war ein schöner, informationsreicher Tag bei Tchibo.                                                           

 

 

Von Merle Denker aus der 8a