75 Jahre RS Bassum

Inhalt

Zeittafel

1924 - Der Anfang
1933 - Schwere Zeit
1939 - Krieg - Zerstörung
1945 - Nicht nur die 
Stunde Null
1954 - Klare Verhältnisse
1958 - Umzug in ein eigenes Gebäude
1964 - Umbenennung
 1978 - Umzug in das 
neue Schulzentrum
1992 - Ein neuer Schulträger
Festschrift - Download

Zeittafel zur Geschichte des Bassumer Schulwesens (1580 - 1924)

Es steht fest, dass das Stift Bassum schon in vorreformatorischer Zeit eine Schule unterhalten hat.

1580

Die Stiftsschule hatte einen Schulmeister und einen Unterschulmeister. Katechismus, Lesen, Schreiben, Rechnen, vor allem Latein und Kirchensingen, wurden gelehrt.

Stiftsschule von aussenStiftsschule innen

1680

Die Stiftsschule geriet in Verfall, da der damalige Schulmeister und Kantor unter einer "Gemütsunruhe und Verstandeskrankheit" litt. Gründung von Fleckenschulen durch den Amtmann Merode.

1698

Übereinkommen zwischen der hann. und hess. Obrigkeit, dass die Kinder unter 6 Jahren in die Nebenschulen, alle anderen in die Stiftsschule gehen sollten. Obwohl den Fleckenlehrern Strafe angedroht wurde, bestanden und florierten um 1700 sechs Fleckenschulen.

1711

Die Äbtissin berichtet über den traurigen Zustand der Stiftsschule. "Die Söhne des Stiftsamtmannes sind die einzigen vorhandenen Knaben, die sowohl zur Besingung der Leichen als beim Gesang in der Kirche gebraucht werden."

1719

Der Stiftskantor Brand und der Schulhalter Hasselmann versuchten ein Übereinkommen und eine Abgrenzung herbeizuführen.

1791

Es bestanden neben der Stiftsschule noch 2 Fleckenschulen.

1805

Es gab noch eine größere Fleckenschule. Die Stiftsschule hatte 84 Kinder.

1833

Der Fleckenschule (Elementarschule) wurden sämtliche Kinder vom 6. bis zum vollendeten 9. Jahr, also Knaben und Mädchen, überwiesen. Der alten Stiftsschule, die unter der Leitung des Kantors stand, verblieben die 9 bis 14 Jahre alten Knaben aus den drei Flecken, während der Küster die gleichaltrigen Mädchen unterrichtete. Außerdem unterhielten die beiden Geistlichen Privatschulen, in denen bis zu 6 Knaben für die höhere Schule vorbereitet wurden.

1865 - 1922

Der Geistliche Hermann Karl August Meliß wirkte in Bassum ab 1884 als Superintendent. Er erwarb sich um die innere und äußere Entwicklung der Schulen des Kirchspiels große Verdienste. Gest. 1922 in Hildesheim.

1867

Die Trennung von Stiftsknaben- und Stiftsmädchenschule wurde aufgehoben. Von jetzt an gab es gemischte Klassen: Oberklasse unter dem Kantor, Mittelklasse unter dem Küster. Die Elementar- oder Fleckenschule bildete sozusagen die Unterklasse mit (mit 2 Abteilungen).

1875

Bau des Schulhauses an der Bremer Straße (s. Abbildung 1). Die Schule wird eine Rektorschule mit einer "gehobenen Abteilung". Bis 1909 waren die Rektoren Theologen.

1889

Der Fleckenschullehrer Carl Heinrich Bulk starb.

1919

Die "gehobene Abteilung" erhielt eine vierte Klasse.

1924

Ausbau der "gehobenen Abteilung" zur Mittelschule.

22.10.1926

Die vollausgebaute Mittelschule wird anerkannt.

(Quelle: 100 Jahre Schule an der Bremer Straße Bassum)