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Zeittafel zur Geschichte des Bassumer Schulwesens
(1580 - 1924)
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Es steht fest, dass das Stift
Bassum schon in vorreformatorischer Zeit eine Schule unterhalten hat.
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1580
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Die Stiftsschule
hatte einen Schulmeister und einen Unterschulmeister. Katechismus, Lesen,
Schreiben, Rechnen, vor allem Latein und Kirchensingen, wurden gelehrt.
 
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1680
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Die Stiftsschule
geriet in Verfall, da der damalige Schulmeister und Kantor unter einer
"Gemütsunruhe und Verstandeskrankheit" litt. Gründung von
Fleckenschulen durch den Amtmann Merode. |
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1698
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Übereinkommen
zwischen der hann. und hess. Obrigkeit, dass die Kinder unter 6 Jahren in
die Nebenschulen, alle anderen in die Stiftsschule gehen sollten. Obwohl
den Fleckenlehrern Strafe angedroht wurde, bestanden und florierten um
1700 sechs Fleckenschulen. |
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1711
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Die Äbtissin
berichtet über den traurigen Zustand der Stiftsschule. "Die Söhne
des Stiftsamtmannes sind die einzigen vorhandenen Knaben, die sowohl zur
Besingung der Leichen als beim Gesang in der Kirche gebraucht
werden." |
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1719
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Der Stiftskantor
Brand und der Schulhalter Hasselmann versuchten ein Übereinkommen und
eine Abgrenzung herbeizuführen. |
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1791
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Es bestanden neben
der Stiftsschule noch 2 Fleckenschulen. |
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1805
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Es gab noch eine
größere Fleckenschule. Die Stiftsschule hatte 84 Kinder. |
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1833
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Der Fleckenschule
(Elementarschule) wurden sämtliche Kinder vom 6. bis zum vollendeten 9.
Jahr, also Knaben und Mädchen, überwiesen. Der alten Stiftsschule, die
unter der Leitung des Kantors stand, verblieben die 9 bis 14 Jahre alten
Knaben aus den drei Flecken, während der Küster die gleichaltrigen
Mädchen unterrichtete. Außerdem unterhielten die beiden Geistlichen
Privatschulen, in denen bis zu 6 Knaben für die höhere Schule
vorbereitet wurden. |
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1865 - 1922
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Der Geistliche
Hermann Karl August Meliß wirkte in Bassum ab 1884 als Superintendent. Er
erwarb sich um die innere und äußere Entwicklung der Schulen des
Kirchspiels große Verdienste. Gest. 1922 in Hildesheim. |
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1867
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Die Trennung von
Stiftsknaben- und Stiftsmädchenschule wurde aufgehoben. Von jetzt an gab
es gemischte Klassen: Oberklasse unter dem Kantor, Mittelklasse unter dem
Küster. Die Elementar- oder Fleckenschule bildete sozusagen die
Unterklasse mit (mit 2 Abteilungen). |
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1875
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Bau des Schulhauses
an der Bremer Straße (s. Abbildung 1). Die Schule wird eine Rektorschule
mit einer "gehobenen Abteilung". Bis 1909 waren die Rektoren
Theologen. |
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1889
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Der
Fleckenschullehrer Carl Heinrich Bulk starb. |
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1919
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Die "gehobene
Abteilung" erhielt eine vierte Klasse. |
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1924
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Ausbau der
"gehobenen Abteilung" zur Mittelschule. |
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22.10.1926
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Die vollausgebaute
Mittelschule wird anerkannt. |
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(Quelle: 100 Jahre Schule an der Bremer Straße Bassum) |
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