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Religion

Babybedenkzeit

Projekt im Religionsunterricht der 10. Klassen der Realschule Bassum  - 
UE: Verantwortete Partnerschaft (April 2005)


Die Programmierung und Auswertung der Babysimulatoren erfolgte durch folgende Schüler:
 

 
 
Matthias und Christian
(beide Klasse 10b der HS Bassum)
Bastian und Marius
(beide Klasse 10a der RS Bassum)

 
 

 

 

Programmierung der elektronischen Babys


Die Programmierung ist recht simpel. Mit Hilfe des blauen Programmiergeräts lassen sich die Babys in wenigen Schritten schnell und einfach einstellen. Hier eine genaue Erklärung der einzelnen Schritte:

  • Wahlprogramm: Dies ist der oberste Menüpunkt, der die Programmierung einleitet.

    • Simulationsnummer: Jeder Simulation wird eine Nummer zugewiesen, unter der alle Informationen über den Zustand des Babys gespeichert werden.

    • Tagesplannummer: In diesem Menü sollte generell die Option „zufällig“ gewählt werden, um allen Müttern gegenüber fair zu sein. Es kann aber auch die Option „manuell“ eingesetzt werden. Hierbei wird mit Hilfe der beiliegenden Liste ein Tagesablauf für die gewünschte Simulation gewählt; davon ist dann das Verhalten des Babys abhängig.

    • Verzögerung: Gibt die Zeitverzögerung zwischen Programmierung und Simulationsstart an. Allerdings ist die Einstellung der Minuten nicht möglich.

    • Momentane Zeit: Hier wird die aktuelle Uhrzeit angegeben. Auch in diesem Menüpunkt ist nur eine Einstellung der Stunden möglich.

    • Simulationsdauer: In diesem Menüpunkt werden die Simulationstage eingestellt
       

  • Daten anzeigen: Hier können die aufgezeichneten Daten der einzelnen Simulationen angezeigt werden.

  • Daten drucken: Über die kabellose Verbindung zwischen dem Programmiergerät und dem beiliegenden Drucker können die gespeicherten Informationen ausgedruckt werden.

Wenn die Babys fertig programmiert sind, kommen die I-Ds zum Einsatz. Es gibt eine Betreuer- I-D und eine Babysitter- I-D. Die Betreuer- I-D muss 1 mal an den Kontaktpunkt des Babys gehalten werden, die Babysitter- I-D 2 mal. Das doppelte Anhalten der 2. I-D ist sehr wichtig, da sonst schwere Fehler während der Simulationen auftreten!

Marius Brinkmann und Bastian Mosenthin   ( Klasse 10a der Realschule Bassum)

 

 

Welche Schwierigkeiten ergeben sich im Umgang mit der I-D?

wiedergegeben von Kerstin Emke (Lehrerin für Ev. Religion an der RS Bassum)             
aus dem „Babypflegebuch  für Säuglingssimulatoren „Babybedenkzeit - Vertretung  für BTIO Educational Products
Inc. in Deutschland (1.8.2002)
e-mail: info@babybedenkzeit.de
www.babybedenkzeit.de

                                                           

Benutzung der I- D:

Wenn das Baby schreit, muss der Betreuer den Kontaktpunkt am Rücken des Babys berühren.

Die I- D muss jedes Mal benutzt werden, wenn das Baby versorgt werden muss.

Man hört danach einen Piepton und weiß, dass das Baby eine Pflegemaßnahme benötigt. Es hört erst auf zu schreien, wenn man herausgefunden hat, welche Art von Versorgung es laut Tagesplanprogrammierung möchte.

Genau wie bei einem echten Kind, weiß der Betreuer nie, wann das Baby welche Versorgung fordert.  Deshalb muss man die Windel, die Babyflasche und die I-D immer griffbereit haben.

Warum setzt das Piepen beim Baby nicht ein, obwohl die Berührung mit der I-D stattgefunden hat?

Wenn man das Baby nicht grob behandelt hat, sein Köpfchen richtig gestützt wurde, man es nicht vernachlässigt hat und auch die Windel richtig sitzt, dann ist das Kind wie im richtigen Leben einfach nörgelig. Da kann man nichts machen! Das Schlechte- Laune- Schreien dauert jedoch niemals mehr als drei Minuten.

Häufig gestellte Fragen von Projektteilnehmerinnen des Baby Think It Over- Programms werden auf  Seite 23 des Babypflegebuches beantwortet. Darin stellt z.B. eine „ junge Mutter“ des RealCareBabysI fest:

„Als ich die I-D benutzt hatte, hörte das Baby auf zu schreien, aber es gab keine zufriedenen Laute von sich“. Zurückgeführt wird das vom Anbieter auf zwei Gründe: Es könnte länger als zwei Minuten gedauert haben, bis das Baby versorgt wurde. Wenn das Baby im Anschluss bald wieder schreit, könnte es sein, dass es aufstoßen oder in den Armen gewiegt werden möchte. Es hat dabei die Bewegungen beim Hochnehmen zum Windelwechsel möglicherweise für Wiegen oder Rückenklopfen gehalten.

„Allgemeines zum Umgang mit der I-D“

von Marc Stubbmann (Klasse 10c der Realschule Bassum)

Der Umgang mit der I-D verlief  wie oben angegeben. Erst dann konnte die Versorgung durchgeführt werden. Ansonsten hätte ich machen können, was ich wollte, es hätte immer weiter geschrien. Als ich mich bereits eine zeitlang mit dem Baby beschäftigt hatte, konnte ich am Weinen oder Nörgeln erkennen, was es möchte.

Eine I-D ist ein am Armband befestigter Sensor, der in den Rücken vom Baby gedrückt wird. Dadurch wird dem Baby simuliert, dass es jetzt versorgt wird.

Laut Vertrag zwischen Projektleitung und Betreuer des Babysimulators ist vorgesehen, dass das nicht wieder verschließbare Armband mit der I-D fest am Arm verbleibt. Will man arbeiten oder tanzen gehen bzw. Fußball spielen, muss die zweite, dem Babysitter gehörende I-D eingesetzt werden. Das Armband sollte nicht durchtrennt werden. Die I-D sollte nicht leichtfertig auf eine andere Person übertragen werden, weil dadurch die freiwillig übernommene Verantwortung für die Elternschaft nicht durchgängig getragen wird. Nach einem Projektwochenende, wie wir sie erlebt haben, werden die auf der I-D gespeicherten Informationen vom Betreuer, Babysitter und Baby gelöscht, damit  andere Jugendliche das Baby bekommen und sie damit ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

 

 

Dokumentation der Simulation


Nach Beendigung der Simulation werden die von der  I-D  gespeicherten  Informationen über die Aktionen des Babys und die Reaktionen des Betreuers und Babysitters per Ausdruck an die „Eltern“  ausgegeben, damit eine Reflektion des Betreuerverhaltens erfolgen kann.
 

 

Der Ausdruck der Simulation sieht bei  dem Baby Paula von Sarah z.B. wie folgt aus:

Simulation

8

Gesamtsimulation

 

Dauer

2 Tage, 17 Stunden, 39 Minuten

Verzögerung

7 Stunden

Tagespflege

0

Schüler

80

Babysitter

0

Füttern

36

dabei Vernachlässigung

1

Aufstoßen

22

dabei Vernachlässigung

1

Windel

15

dabei Vernachlässigung

0

Wiegen

12

dabei Vernachlässigung

1

Nörgelig

10

Zufrieden

9

Husten

4

Keine Windel

1

Falsche Lage (z.B. Windel falsch angelegt oder Bauchlage, so dass Baby zu ersticken droht)

5

Grober Umgang

0

Kopfstütze

7

Schütteltrauma

0

Schreizeit

79 Minuten

Anzahl der Tage

in 2 T., 17 Std., 13 Min.

 

 

Auswertung in Ansätzen:


Babys mit anderen Tagesplan- Simulationen hatten wesentlich mehr Schreizeiten zu verzeichnen, z.B. wurden zur gleichen Zeit bei einem anderen Baby bis zu 287 Minuten gemessen. Der liebevolle Umgang fällt bei einem häufig schreienden Baby natürlich schwerer. Trotzdem konnte bei keinem der 14 Testpersonen ein durchgeführtes Schütteltrauma festgestellt werden. Bemängelt wurde von den 13 Müttern und dem 1 Vater, dass  die ungünstige Gewichtsverteilung vom Kopf und Körper zu einer relativ unrealistischen Anzahl von unterlassenen Kopfstützen seitens der Betreuer geführt hat. Der Kopf musste wider der Realität in jedem Fall per Nackenstütze gehalten werden.

Sarah liegt mit der Anzahl von 7 Kopfstützen  bei ihrem Baby Paula im unteren Drittel.

Selbst habe ich in nur 6 Stunden 17 unterlassene Kopfstützen erzeugt, obwohl ich meinte, das Kind richtig gehalten zu haben. Sarah hat sich also bemüht besonders liebevoll mit ihrem „Baby“ umzugehen.

Kerstin Emke  ( Lehrerin für Ev. Rel. an der RS Bassum)

 

 

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