Aus den Fächern

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Deutsch

 

Märchen

 

Die Bremer Stadtmusikanten   
anders interpretiert von Anna Brending (Klasse 6a)

Das Märchen der Brüder Grimm in der Fassung von 1857 siehe unter: www.bremen-tourism.de/k1-rubrik_unter.cfm?index=117

Es war einmal ein alter Mann, der hatte einen Esel mit einem roten Halfter. Der Esel lief fort, weil er spürte, dass sein Besitzer ihn verkaufen oder loswerden wollte.

Da traf er einen Jagdhund und fragte ihn: „Warum jappst du denn so nach Luft?“ „Ich bin schon so alt und lahm, dass  ich den Hasen auf der Jagd nicht mehr schnappen kann. Deshalb wollte mich mein Herr totschlagen.“ 

Die beiden gingen weiter, da trafen sie eine Katze, die jammerte: „Meine Herrin will mich ersaufen, weil ich keine Mäuse mehr fangen kann.“

Sie gingen weiter, da trafen sie einen Hahn, der verzagt meinte: „Ich soll geschlachtet werden, obwohl ich immer für sie gedient habe. Nur weil sie mich als Sonntagsbraten für ihren Besuch brauchen, wollen sie mich ermorden.“

Fest entschlossen sagte der Esel: „Wir wollen nach Bremen um Musik zu machen! Mit deiner Stimme sind wir bestimmt ein gutes Quartett.“  Der Hahn sprang von seiner Stange und lief zusammen mit den anderen Tieren nach Bremen. Bei Einbruch der Nacht legten sich der Esel und der Hund unter einen Baum. Die Katze legte sich auf eine niedrig gelegene Astgabel und der Hahn flog ganz oben in die Krone des Baums,  wo es am sichersten für ihn war. Er sah noch mal zu allen Seiten und konnte im Norden Licht sehen: „Nicht weit von hier im Norden brennt ein Licht! Da gehen wir hin, schließlich haben wir alle Hunger und Durst. Vielleicht kriegen wir da ja etwas zu essen und zu trinken ´´, sagte der Esel.

Als sie am Fenster standen, stellte der Esel die Vorderbeine auf die Fensterbank, der Hund sprang auf den Rücken vom Esel, die Katze nahm Platz auf dem Rücken vom Hund und der Hahn flog auf den Kopf der Katze. Alle sahen durch das Fenster.  Auf dem Tisch standen Braten, Flaschen mit Wein und Obst. Auf einmal fingen alle laut an zu singen - so laut,  dass das Fenster zerbrach. Vor Schreck fuhren die Räuber im Haus hoch und liefen weg.

Die Tiere aber aßen alles auf, was die Räuber zurück gelassen hatten. Als sie fertig waren, löschten sie das Licht und gingen schlafen. Um Mitternacht als das Licht ausging, lief ein Räuber wieder zur Hüte um nachzuschauen, ob die Eindringlinge schon weg waren. Als der Räuber drin war, sah er die grün leuchtenden Augen der Katze und dachte, es wären Kohlen. Er wollte einen Streichholz daran anzünden, damit er Licht hätte, aber die Katze sprang dem Räuber ins Gesicht. Sie kratzte und fauchte ihn an. Da lief der Räuber wild umher und rief um Hilfe. Er rannte zur Hintertür und stolperte über den Hund, der ihm gleich ins Bein biss. Als er am Misthaufen vorbei kam, trat der Esel ihm noch kräftig in den Hintern. Der Hahn, der von dem Krach geweckt worden war, schrie so laut KIKERIKI-KIKERIKI wie er nur konnte. Als der Räuber wieder zu seiner Bande zurückkehrte, erzählte er allen: „Im Haus wohnt der Teufel mit scheußlichen Kreaturen. Vorm Ofen liegt eine Hexe, die hat mir das Gesicht zerkratzt. Hinter der Tür steht ein Mann mit einem Messer, der hat mir ins Bein gestochen. Draußen vor dem Misthaufen steht ein Mann mit einer Keule, der hat mich verprügelt , aber auf dem Dach ist der Schlimmste, der ruft immerzu: „Bringt mir den Schelm, bringt mir den Schelm!“

Weil es den Tieren so gut in dem Haus gefiel, blieben sie noch viele, viele Jahre dort.