Aus den Fächern

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Deutsch

"Nicht Chicago. Nicht hier" von Kirsten Boie
Ein Jugendbuch im Deutschunterricht in einer 6. und 7. Klasse der Realschule behandeln
 


Aufgabe 7: Tagebuch von Niklas

 

Eine Tagebucheintragung schreiben
 

Hallo, liebes Tagebuch!

Heute war Konfirmandenunterricht, da saß ich wieder neben Rocky.
Das ist ein Schüler aus meiner Parallelklasse.
Ich habe sonst nicht viel mit ihm zu tun, aber beim Konfirmandenunterricht sitzen wir neben einander.
Dieser Rocky hat zwei Gesichter, er ist zwei ganz verschiedene Menschen. Morgens ist er der Schulrocky, er hängt  dann immer
mit Karl und seiner Truppe rum.
Der würde nie auf die Idee kommen mich eines Blickes zu würdigen, denn in der Schule steht er auf der Beliebtheitsskala ganz oben und würde sich nie mit mir abgeben.
Dann gibt es da noch den freundlichen Nachmittagsrocky, der ist vollkommen anders gepolt.
Der hat mich heute gefragt, ob ich mir bei ihm noch etwas angucken will.
Das, was er mir gezeigt hat , das glaubst du gar nicht.
Stell´dir vor, er hat mir seine Waffensamlung gezeigt.
Dazu gehören ein Butterfly, ein Springmesser, CS-GAS, ein Totschläger und seine Smith and Wesson.
Rocky hat mir sogar die Pistole in die Hand gelegt. Sie fühlt sich schwer an, viel schwerer, als ich es erwartet habe. Als ich ihn frage, wo er das Ding herhabe, antwortet er, über Connections könne man alles besorgen.
Stark, dass er mir so ein Geheimnis anvertraut hat. Aber warum hat er mir wohl eigentlich seine Waffen gezeigt?
Es ist wohl besser, ich grübele nicht darüber nach.

Tschüs, bis Morgen - dein Niklas.

Chevy Orlando Fritsch - 7a


Wie alles begann:

In meiner Klasse gab es einen neuen Schüler: Karl. Der wohnte im gleichen Ort wie ich. Frau Römer, meine Klassenlehrerin, wollte, dass wir beiden zusammenarbeiten. Ich bin eher ein mittelmäßiger Schüler. Karl hingegen kapiert alles sehr schnell.
Ich hatte kein gutes Gefühl, schon im Bus benahm er sich sehr merkwürdig.
Bei unserem ersten Lernen bei mir zu Hause fehlte, nachdem Karl gegangen war, eine CD meiner Schwester.
Bei unserer zweiten Verabredung  nahm Karl sich einfach das CD-Rom Laufwerk meines Vaters mit. Er wolle es sich mal ausleihen, war sein Kommentar. Ich konnte ihn nicht zurückhalten, er behandelte mich sowieso wie Luft.
Das „ausgeliehene“ CD-Rom Laufwerk bekam ich natürlich nicht zurück.
Schließlich fuhr ich zu Karl, um das Laufwerk zurückzubekommen. Er lud mich zu einer Pizza ein und sprühte mir, einfach so, Tränengas ins Gesicht und lachte sich tot.

In der Schule bekamen wir für das Geschichtsreferat eine Zwei. Zugegeben, diese Note konnte ich dringend gebrauchen.
Grund genug für Frau Römer darauf zu bestehen, dass ich weiter mit Karl lernen sollte. Ich hatte versucht mich dagegen zu wehren, doch es klappte nicht. Es kam mir vor, als hörte sie gar nicht, was ich sagte, fast so wie Karl.

Karl rief an und bestellte mich zu sich nach Hause. Ich hoffte das Laufwerk doch noch wiederzubekommen, bevor mein Vater etwas merkte und machte mich auf den Weg. Karl überfiel mich auf halber Strecke und bedrohte mich mit einem Messer. Ich fiel vom Rad, verletzte mich und mein Fahrrad war auch kaputt.
Zu Hause erzählte ich alles meiner Mutter. Sie rief  bei Karls Eltern an, diese schilderten alles vollkommen anders, so dass meine Mutter ins Zweifeln kam und mir nicht mehr glaubte. Sie sagte, er müsse doch einen Grund haben so etwas zu tun – Karl braucht keinen Grund!
Frau Römer sagte, ich solle mich weiterhin um Karl kümmern, er brauche Zuwendung, was für ein „Witz“! Ich wollte nicht und erzählte ihr von dem Überfall. Doch auch Frau Römer glaubte mir nicht, wieder musste ich mir den Satz anhören, er müsse doch einen Grund haben. Doch nicht Karl! Keiner glaubt mir- warum eigentlich?

Dann verschwand mein Quix. Sofort schoss es mir in den Kopf: Karl steckt dahinter. Schnell ließ ich die Nummer sperren. Ich hatte das dann Rocky erzählt, einem Schüler aus der Parallelklasse, der glaubte mir sofort– endlich einer!

Inzwischen hatte mein Vater das Fehlen des Laufwerkes bemerkt. Ich beichtete alles, doch auch er zweifelte und glaubte mir aufgrund einer vorherigen kleinen Notlüge nicht.

Mein Vater forderte Karl auf, das Laufwerk herauszugeben. Der behauptete, er hätte das inzwischen kaputte Laufwerk von mir für 100 DM gekauft. Mein Vater zahlte, bekam es daraufhin zurück und mir wurden die 100 DM vom Taschengeld abgezogen. Karl log so gut,

dass selbst ich ihm schon fast glaubte. Ich hatte keine Chance gegen ihn.

 

Mein Vater bekam zufällig einen Anruf von der Quix-Zentrale und erfuhr, dass mein Quix gestohlen worden sein muss, denn jemand anderes versuchte die Sperre aufzuheben. Endlich war ein kleiner Beweis erbracht und ein Grund gegeben mir zu glauben. Doch wieder wurde alles von Karls Eltern bestritten und verdreht – ich würde Karl fertig machen– ich?! Doch nun fing mein Vater an mir zu glauben!
Dann meldete sich Rocky, der angeblich mein Quix gefunden hatte. Als ich es abholen wollte, stand Karl mir gegenüber, der für die Rückgabe Geld verlangte. Ich weigerte mich zu zahlen und Karl schlug in Gegenwart von Rocky zu, einem Zeugen!
Ich wollte, dass mein Vater sofort zur Polizei geht. Doch er stellte Karls Eltern zur Rede, die ihm wieder ganz andere Dinge erzählten, auch Rocky log für Karl. Immer noch verlangte Frau Römer, ich solle mit Karl zusammenarbeiten, ich weigerte mich. Frau Römer war sauer auf mich, aber ich konnte nicht mehr und sie glaubte mir ja doch nicht.
Zudem begann der Telefonterror. War ich am Telefon, wurde ich ständig von Karl niedergemacht, beschimpft, bedroht. Waren meine Eltern dran, war es ruhig. Das Telefon klingelte ständig.

Was nun passierte:
Abends beim Essen sah meine Schwester, wie zwei Jungen in unserem Garten umherliefen. Es war Jannes, ein Mitschüler von mir. Auch er redete sich überzeugend heraus. Angeblich hätte er sich in der Adresse geirrt. Doch da muss noch jemand gewesen sein.
Später am gleichen Abend verschwand mein Kaninchen Rex aus seinem aufgebrochenen Stall. Wie oft hatte Karl mir das am Telefon angedroht, jetzt hatte er es wahr gemacht. Meine Eltern versuchten mich zu beruhigen. Ich konnte nur noch heulen, heulen...

Endlich gingen wir zur Polizei. Dort erzählten wir von den ganzen Vorfällen, doch man hielt dies für dumme Jungenstreiche, nichts zu machen, man sei machtlos. Trotzdem wurden Karl und seine „Komplizen“ mit Ihren Eltern vorgeladen. Bei der Polizei fand man sie ganz nett – ganz nett? Mein Vater sollte die Anzeige zurücknehmen, es bringe ja doch nichts.

Meine Schwester bekam im Bus ein Gespräch zwischen Karl und Rocky mit. Sie prahlten und lachten, wie dämlich doch alle seien, sogar die Bullen!Ein Beweis für die Polizei? Nein, auch dieses Mal wurde alles als Bagatelle abgetan. Wieder nur Pillepalle..., aber nicht für mich!

Ich hasse Karl, ich könnte vor Wut explodieren, ich möchte ihn tot sehen, ich bin so machtlos, alle sind machtlos. Keiner hatte mir geglaubt, sogar meine Eltern nicht – am Anfang!
Frau Römer und die Polizei glauben mir immer noch nicht oder halten alles für halb so schlimm.

Karl – der braucht keine Gründe!
Ich habe nichts getan!

Ein Brief vom Gericht für Vater?
Ich kann nicht warten, ich öffne den Brief...

Denis Schmidt - 7a


Liebes Tagebuch,

in diesem Buch bin ich das Opfer. Ich habe viele Schwierigkeiten.

In der Schule ist es auch nicht besser. Die Lehrerin Frau Römer ist auf mich nicht gut zu sprechen, denn ich habe nur selten die Hausaufgaben. Außerdem schickt Frau Römer immer den Neuen aus meiner Klasse zu mir. Wo wir schon beim nächsten Problem wären! Der Neue heißt Karl und hat bereits das Laufwerk aus dem Computer meines Vaters geklaut.

Dazu kommt noch, dass er mich umbringen will, doch die anderen verstehen das nicht: nicht Frau Römer, sogar die Polizei tut nichts dagegen. Außer mein bester Freund Rocky, der versteht mich. Meine Schwester Svenja und meine Mutter kümmern sich nicht richtig um mich. Am schlimmsten aber ist, dass die Drohungen, die Karl immer gegen mich ausspricht, bereits wahr geworden sind, denn er hat mein Kaninchen umgebracht.

Ich bin so traurig... und keiner hilft mir!

Timo Segelhorst - 7a


Liebes Tagebuch,

heute hat der Terror von Karl eine neue Dimension erreicht.

Er hat mich als Klumpen Kotze bezeichnet und ich soll ihm nicht die Luft verpesten. Er wollte, dass ich verschwinde. Karl hielt sich für Gott. Auch Thomas konnte es nicht fassen. Es war als wäre ich zu nichts mehr nütze. Denn so bin ich von ihm zutiefst beleidigt worden. Auch als Thomas sagte, dass Karl krank sei, meinte Svenja kühl: ,, Davon gibt es mehr." Sie sagte auch, dass das für die Polizei alles nur Pillepalle sei. Doch Thomas wollte endlich seine Ruhe haben und rief:,, Seit Wochen dreht sich alles in diesem Haus nur um diesen Karl.“

Bis bald-  dein Niklas

Joshua Brandhoff - 7a